Vogelspinnen

FAQ
Glossar
Warum "Vogel"-Spinne?
Beim Kauf zu beachten!
Haltung
Zucht
Aufzucht von Spiderlingen
Fütterung
Anatomie
Häutung
Aggressivität
Giftigkeit
Verteidigung
Bombardierspinnen
Bildbestimmung?
Handhabung
Versand von Spinnen
Angebot: Geschlechtsbestimmung
Literaturempfehlungen
Hybridproblematik
Wildfangproblematik
Terrarienbepflanzung
Terrariensicherung
Spinne entlaufen?
Gruppenhaltung
Vogelspinnen in Zooläden
Die wissenschaftlichen Namen
Einrichtung wiederverwenden?
Stammtische

Fachausdrücke/Abkürzungen

Fachausdrücke:
Abdomen: fälschlicherweise verwendeter Ausdruck für den Hinterleib der Spinne
adult: geschlechtsreif, nicht zu verwechseln mit ausgewachsen
arboreal: baumbewohnend
arid: trocken, dürr (bezogen auf trockene Haltung)
Artepitheton: zweiter Teil des wissenschaftlichen Artnamens (Brachypelma smithi)
Bock: männliche Vogelspinne (Keine offizielle Bezeichnung)
Brennhaare: meist kurze Haare mit Sollbruchstellen, die bei Kontakt abbrechen oder von der Spinne selbst mit den Hinterbeinen abgestriffen werden. Verursachen oftmals starken Juckreiz, Hautrötungen, bis hin zu Ausschlägen und Entzündungen auf Schleimhäuten. Dienen zur Abwehr
Brennhaarspiegel: leicht reflektierende Stelle auf dem Ophisthosoma mancher Bombardierspinnen (Insbesondere Grammostola spp. und Euathlus spp.)
Buchlungen: Atmungsorgane der Vogelspinne
Bulbus: Geschlechtsorgan der männlichen Spinne
Carapax: "Deckel" des Vorderkörpers
Cephalothorax: siehe auch Prosoma
Chelizeren: Beisswerkzeuge der Vogelspinne, bestehend aus dem Chelizerengrundglied und den Chelizerenklauen
Coxa: 1. Beinglied
Epigastralfurche: Furche an der Unterseite des Hinterleibs, Geschlechtsöffnung
Embolus: "Spitze" des Bulbus
Exuvie: abgestriffene Haut einer Vogelspinne

Femur: 3. Beinglied
Fovea: siehe auch Thoraxgrube
Fresshaut: Als 1. Fresshaut wird das Stadium einer Spinne bezeichnet, in dem sie zum ersten mal selbständig Futter aufnimmt und jagt. Nach weiteren Häutungen dann 2., 3., usw. Fresshaut
Glatze: kahle Stelle am Ophisthosoma einer "Bombardierspinne" nach dem Abstreifen von Brennhaaren
Genus: Gattung
Hämolymphe: blutähnliche Substanz, gleiche Aufgaben wie Blut, meist farblos
humid: feucht (bezogen auf feuchte Haltung)
juvenil: Entwicklungsstufe zwischen Spiderling und adulter Spinne
Kokon: geschlossene Gespinstglocke um die abgelegten Eier
Labium: Unterlippe, dient u.A. zur Nahrungsaufnahme
Larve: zweite Entwicklungsstufe nach dem Schlupf aus dem Ei
Maxillen: Kauwerkzeuge
Metatarsus: 6. Beinglied
Nymphe: Entwicklungsstadium nach den Larvenstadien, siehe auch Fresshaut
Ophisthosoma: Hinterleib der Spinne
Ovar: Eierstöcke der weiblichen Spinne
Patella: 4. Beinglied
Petiolus:  dünner Stiel, der Vorder- mit Hinterleib verbindet
Prälarve: erste Entwicklungsstufe nach dem Schlupf aus dem Ei, (Auch "eggs with legs")
Prosoma: Vorderkörper der Spinne
Recepticula seminis: weiterer Teil der weiblichen Geschlechtsorgane
Schienbeinhaken: Haken am 1. Beinpaar eines adulten Männchens, dienen zum Fixieren des Weibchens bei der Verpaarung
Scopula: dichte Haarpolster, meist an Tarsus und Metatarsus der Beine und Taster, auch an Chelizeren
Seta (Plural: Seatae): kurzes versteiftes Haar
Sexualdichromatismus: unterschiedliche Färbung bei Männchen und Weibchen einer Art
Sexualdimorphismus: unterschiedlicher Körperbau bei Männchen und Weibchen einer Art
Spermathek: Geschlechtsorgan der weiblichen Spinne im Körperinneren, dient zur Speicherung des Spermas nach einer Verpaarung
Spermanetz: besonderes Gespinst, dient zur indirekten Spermaübergabe aus der Geschlechtsöffnung in die Bulben des adulten Männchens
Spiderling/Sling: Bezeichnung für frisch geschlüpfte Spinnen bis zu einer gewissen Größe

Sternum: Brustschild an der Unterseite des Vorderkörpers
Stridulationsorgane: borsten- oder fächerartige Organe die zur Erzeugung von Zisch-Lauten dienen
subadult/semiadult: Stadium der Spinne vor der Reifehäutung (nur im Nachhinein bei Männchen sicher anzugeben)
Tarsalklauen: einziehbare Krallen am Ende jedes Tarsus
Tarsus: 7. Beinglied
Taster: 1. Glieder neben den Beisswerkzeugen, oftmals mit Beinen verwechselt
Thoraxgrube: Vertiefung auf dem Carapax, Ansatzpunkt für Muskeln
Tibia: 5. Beinglied
Tibiaapophysen: siehe auch Schienbeinhaken
Trochanter: 2. Beinglied
Typusexemplar: Exemplar einer Art, anhand dessen die Art beschrieben wurde, meist danach in Museen eingelagert


Abkürzungen:
TCF: Traditional Color Form
RCF: Red Color Form
DCF: Dark Color Form
LCF: Light Color Form
WF: Wildfang

NZ: Nachzucht
ENZ: Eigene Nachzucht
DNZ: Deutsche Nachzucht
FH: Fresshaut
KL: Körperlänge
spec.: Zusatz nach dem Gattungsnamen für unbestimmte Arten
ssp.: "subspecies" selten verwendete Bezeichnung bei Vogelspinnen
spp.: Bezeichnung für alle Arten einer Gattung, z.B. Brachypelma spp.- alle Brachypelmen
cf.: "confere"-vergleiche, Zusatz für Spinnen bei denen vermutet wird, dass es sich aufgrund der Optik um eine bestimmte Art handelt