Vogelspinnen

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Giftigkeit von Vogelspinnen

Oft stellt sich die Frage wie giftig Vogelspinnen wirklich sind.
Dies ist nicht einfach zu beantworten, da die Giftstärke je nach Art stark schwankt. Auf keinen Fall sind Vogelspinnen tödlich giftig, wie es oft in Filmen oder der Presse dargestellt wird. Bis heute ist kein beglaubigter Todesfall durch den Biss einer Vogelspinne bekannt.

Allgemein lässt sich das Gift von Vogelspinnen je nach Herkunftskontinent etwas abstufen.
So ist der Biss amerikanischer Arten zu vergleichen mit dem Stich einer Biene oder Wespe. Mir wurde von einem Biss einer adulten Grammostola rosea berichtet, bei dem nach 15 Minuten bereits die Giftwirkung nicht mehr zu spüren war und nur noch die Bissstelle leicht schmerzte.
Anders verhält es sich bei einigen afrikanischen und asiatischen Arten. Hier wird von stechenden Schmerzen und Folgebeschwerden über mehrere Tage bis zu wenigen Wochen berichtet. Jedoch ist auch hier kein Todesfall bekannt und die überwiegende Zahl der afrikanischen Arten sollten von der Giftstärke her harmlos sein.
Schlimmstenfalls gehen die Schilderungen bis zu leichtem Schüttelfrost, leichten Krämpfen und Kreislaufbeschwerden.
Zu den Gattungen mit dem stärksten Gift dürften meines Wissens nach Pterinochilus spp, Poecilotheria spp. und Stromatopelma spp. zählen. Aphonopelma hentzi soll Gerüchten nach ein schwach nekrotisches (gewebezersetzendes) Gift besitzen.

Abgesehen von der jeweiligen Giftstärke, sollte man von vornherein alles tun, um Bisse zu vermeiden. Beim Umsetzen der Spinne oder bei Arbeiten im Terrarium muss daher immer mit dem nötigen Respekt vor den teils sehr schnellen Tieren gehandelt werden. Dies gilt auch für vermeintlich friedliche Arten, wie z.B. Brachypelma spp. oder Avicularia spp..

Desweiteren ist anzumerken, dass Vogelspinnengift in der Regel auf Reptilien wesentlich intensiver wirkt als auf den Organismus von Warmblütern. Das Vogelspinnengift ist nicht von Natur aus darauf ausgelegt Säugetieren zu schaden.