Vogelspinnen

FAQ
Glossar
Warum "Vogel"-Spinne?
Beim Kauf zu beachten!
Haltung
Zucht
Aufzucht von Spiderlingen
Fütterung
Anatomie
Häutung
Aggressivität
Giftigkeit
Verteidigung
Bombardierspinnen
Bildbestimmung?
Handhabung
Versand von Spinnen
Angebot: Geschlechtsbestimmung
Literaturempfehlungen
Hybridproblematik
Wildfangproblematik
Terrarienbepflanzung
Terrariensicherung
Spinne entlaufen?
Gruppenhaltung
Vogelspinnen in Zooläden
Die wissenschaftlichen Namen
Einrichtung wiederverwenden?
Stammtische

Fütterung

Futtertiere:
Natürlich muss eine Vogelspinne auch gefüttert werden.
Dazu bietet der Zoofachhandel und das Internet viele veschiedene Futtertiere (Beispielbilder unten).
Eigentlich überall zu bekommen sind Heimchen, Steppengrillen, Zweifleck-/Mittelmeergrillen, Kurzflügelgrillen, Heuschrecken und Drosophila (Fruchtfliegen). All diese Arten sind im Normalfall in unterschiedlichen Größen erhältlich, so dass man vom Spiderling bis zur adulten Spinne alles satt bekommt. Zusätzlich bieten einige Zoofachgeschäfte Argentinische Waldschaben (Blaptica dubia). Diese lassen sich ohne großen Aufwand selbst weiterzüchten, was eine günstige Alternative zum Kauf darstellt.
In Fachgeschäften für Angelbedarf sind Fliegenmaden erhältlich, welche sich im Kühlschrank einige Wochen halten. Diese können als Maden verfüttert werden oder man wartet bis sie sich verpuppen und verfüttert dann die Fliegen selbst. Dies eignet sich besonders für Spiderlinge von baumbewohnenden Arten. Für sehr große adulte Spinnen eignen sich auch Mäuse in der passenden Größe.
Hier ist darauf zu achten, dass die Maus nicht aus einer Zucht stammt, in der die Tiere mit Milbenmittel behandelt wurden. Milben zählen auch zu den Spinnentieren und so kann dieses Milbenmittel für die Spinne zu einer ernsthaften Gefahr werden.
Bissverletzungen durch die Maus sind ebenso nicht ausgeschlossen.
Auch die Geruchsbelästigung durch die verwesenden Futterreste bei Verfütterung von Mäusen ist nicht zu vernachlässigen.
Jedoch sind Mäuse durchaus nährstoffreich und eine Abwechslung zu den sonstigen Futtertieren und sättigen eine Vogelspinne für mehrere Wochen.

Häufigkeit:
Die Häufigkeit der Fütterung richtet sich nach der Größe und Aktivität der Spinne. So sollten Spiderlinge einmal die Woche mit einem entsprechend großen Futtertier gefüttert werden.
Bei adulten Spinnen ist ein Futtertier alle 2-4 Wochen ausreichend.
Allgemein sollte das Futtertier nicht größer sein als die Körperlänge der Spinne, obwohl viele Arten auch wesentlich größeres Futter überwältigen können. Als zusätzlichen Anhaltspunkt für den Fütterungszustand einer Spinne ist das Verhältnis von Vorder- zu Hinterleib. Dieses sollte in etwa 1:1 oder höchstens 1:1,5 betragen.
Ist der Hinterleib einmal wesentlich größer als der Vorderleib kann man die Spinne auch mehrere Wochen hungern lassen.
Im Allgemeinen kommen gut gefütterte Vogelspinnen mehrere Monate ohne Futter aus.

Ausnahmen:
Ein Weibchen welches verpaart werden soll, darf ruhig mehr gefüttert werden, um zu verhindern, dass es den männlichen Sexualpartner vor oder nach dem Akt verspeist.
Auch nach einer geglückten Verpaarung sollte das Weibchen etwas mehr gefüttert werden, um sie zum Kokonbau anzuregen.

Fresspausen:
Einige Arten, wie z.B. Grammostola rosea, sind für monatelange Fresspausen bekannt. So kann es auch bei anderen Vogelspinnen-Arten durchaus vorkommen, dass sie einige Wochen kein Futter annehmen.
Dies kann auf eine bevorstehende Häutung hindeuten, aber auch nur eine Laune der Spinne sein. Verhält sich die Spinne sonst normal, ist hier noch kein Anlass zur Sorge gegeben.

Besonderheiten:
- Bei besonders kleinen Spiderlingen, wie z.B. von Cyriocosmus elegans,
  kann eine
Totfütterung mit Mikroheimchen erfolgen oder man verfüttert
  Springschwänze oder kleine
tropische Asseln.
- Ist eine Spinne aufgrund von Krankheit oder Verletzung nicht in der Lage
  normal Futter
aufzunehmen kann man hier auf mehrere Alternativen
  zurückgreifen:

  - Totfütterung
  - Füttern mit frischem Rindfleisch
  - Anbieten von frischem Rinderblut in einem Wassernapf
- Manche Spinnen nehmen nicht alle Arten und Größen von Futtertieren
  an. Hier empfiehlt es
sich das Futterangebot öfter zu variieren und sich
  so auf das Tier einzustellen.

Hier einige Beispiele für häufig vorkommende Futtertiere:

Heimchen:


Mittelmeergrillen/Zweifleckgrillen:


Steppengrillen:


Argentinische Waldschaben:


Wanderheuschrecke(adult) und Wüstenheuschrecke (subadult):